Fahrradsattel Test – Den richtigen Sattel finden

Fahrradsattel von oben im Fahrradsattel Test

Ein Fahrradsattel Test ist gar nicht so einfach, denn bei einem Sattel kommt es immer darauf an, wie weit die individuelle Distanz der Sitzknochen des Fahrradfahrenden auseinander liegt. Diese ist bei jedem Menschen anders.

Anders als bei der Schrittlänge für die richtige Rahmenhöhe oder beim Kopfumfang für einen Fahrradhelm, kann man bei den Sätteln nicht pauschal sagen, dass jeder Sattel auch für jeden Fahrradfahrer gut geeignet ist. Bei einem Fahrradsattel Test muss also auch 2016 darauf geschaut werden, ob der Sattel sicher ist, er den jeweiligen Ansprüchen gerecht wird und er seinen Grundnutzen erfüllt. Es dürfte wohl jeder damit übereinstimmen, wenn ich sage, ein Rennrad braucht einen anderen Sattel als ein Cityrad oder ein Mountainbike.

Trekking Sattel SQlab 602 Active

Diese Kriterien werden beim Fahrradsattel Test berücksichtig

Je nach Anspruch, Fahrradmodell und Einsatzgebiet kann man Kriterien aus dieser Aufzählung zum Bewerten heranziehen.

  • Federung vom Sattel
  • Gewicht des Fahrradsattels
  • Länge und Breite vom Sattel
  • Bequemlichkeit beim Sitzen
  • Sitzhaltung auf und mit dem Sattel

Bei einem Rennradsattel ist das Gewicht beispielsweise für viele entscheidener; da hier mit Fahrradhosen inklusive Sitzpolstern gefahren wird, muss der Sattel selbst nicht besonders stark gepolstert sein. Wer etwas bequemer und komfortabler unterwegs sein möchte, der greift wiederum auf einen Gelsattel zurück. Bei allen Fahrradsätteln ist wichtig, dass man die richtige Sattelbreite ausmisst und ermittelt, unabhängig von den anderen Kriterien für den Fahrradsattel Test. Die Sitzposition auf dem Fahrrad hängt mitunter auch vom Sattel ab. Ist der Fahrradsattel schlechter Qualität, können Leiden wie Rückenschmerzen auftreten.

Fahrradsattel von SqLabs 621Interessant ist dabei das Ergebnis der Stiftung Warentest vom August 2013 (08/2013). Hier wurde ganz klar gesagt, dass es keinen Einheitsfahrradsattel gibt, der alle Radfahrer gleichermaßen zufrieden stellt. Der falsche Sattel kann sogar gesundheitliche Schäden schaffen. Ein Testsieger wurde dementsprechend nicht gekürt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, SQLabs ist ein sehr guter Fahrradsattelhersteller.

Wieso wir nur Hersteller empfehlen

Normalerweise empfehle ich an dieser Stelle immer in einer Tabelle namentlich aufgeführte Produkte und kennzeichne diese dann mit einem entsprechendem Testergebnis von Stiftung Warentest, ADAC oder Testbericht.de. In diesem Fall mache ich es anders und ich werde lediglich Hersteller und Sattel nennen, dabei jedoch die Testergebnisse nicht aufnehmen. Ein Sattel bleibt immer ganz individuell zu beurteilen.

BildSattelbezeichnungEinsatzgebietPreisAnbieter
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Stand der Daten: 24. November 2017 5:01 – 

Die optimale Sattelposition finden – Fahrradsattel einstellen

Im Idealfall ist der Sattel so ausgerichtet, dass die Sattelspitze und das Hinterteil vom Sattel eine wagerechte Linie bilden. Dabei kommt es ganz auf den persönlichen und individuellen Geschmack an und hängt viel vom Empfinden ab. Wer in dieser Position einen unangenehmen Druck verspürt, der korrigiert die Sattelposition ein wenig. Ein Abdrücken im Scharmbeinbereich kann durchaus gesundheitliche Schäden und Beeinträchtigungen mit sich bringen. Die Manneskraft ist dabei eines der am häufigsten diskutieren Themen. Eine falsche Sattelposition und der falsche Fahrradsattel können in der Tat Einfluss auf die Potenz nehmen.

Fahrradsattel von Wittkop von der Seite

Der Fahrradsattel sollte fest montiert sein

Damit der Sattel auch gut hält, muss die Sattelstütze mindestens 5 bis 6 cm tief im Rahmen versenkt und eingelassen sein. Nur so können Muffe und Klemme genügend Druck auf die Sattelstange ausüben und diese mit der erforderlichen Kraft festhalten. Idealerweise ist der Sattel so eingestellt, dass die Tretkraft leicht nach vorne auf die Pedalen gegeben wird. Dazu stellen Sie die linke Pedale nach ganz unten, setzen sich auf den Sattel und achten auf Ihr Bein. Das Bein sollte nun gestreckt sein. Besser ist der Ablauf in diesem Video von Triathlon-Tipps.de erklärt:

Fahrradsättel für Männer oder Frauen

Für Männer ist der Anspruch an einen Fahrradsattel etwas anders als für Frauen. Vielleicht haben Sie es schon einmal gesehen, es gibt Sättel, die haben keine Sattelspitze. Oft beobachtet man diese Form bei Frauenfahrrädern. Es soll bequemer sein und weniger Druckschmerz verursachen. Männer hingegen sollten darauf achten, dass der Sattel nicht negativ auf die Prostata wirkt.

Das Material vom Sattel – Kunststoff oder Ledersattel

Fahrradsattel asu Leder - LedersattelEs ist eine Frage der Einstellung, der Erfahrung. Es gibt Radfahrer die schwören auf einen Ledersattel, andere wiederum setzen sich nur auf Kunststoffsättel. Die Vorteile von einem Ledersattel sind dabei nicht von der Hand zu weisen, so passt sich ein vernünftiger und guter Fahrradsattel aus Leder im Laufe der Zeit an den Hintern und die Sitzknochen an. Kunststoffsättel hingegen müssen nicht extra eingefahren werden und sind in der Anschaffung wesentlich günstiger im Vergleich zu ähnlichen Ledersätteln.

Brrooks Ledersattel in braun

Der große Vorteil vom Ledersattel: er ist wesentlich bequemer als sein Konkurrent aus Plastik. Die Sitzposition auf dem Fahrrad hängt mitunter auch vom Sattel ab. Ist der Fahrradsattel schlechter Qualität, können Leiden wie Rückenschmerzen oder Handgelenkschmerzen auftreten. Das Fahrradfahren bringt so keinen Spaß mehr.

Nachteile vom Ledersattel

Die Anfälligkeit von Regen und Feuchtigkeit ist ein großer Nachteil vom Ledersattel. Das Leder ist nicht wasserabweisend wie ein Kunststoffsattel, das Material leidet unter Feuchtigkeit. Auch das Gewicht ist ein Hindernis. Wer darauf aus ist, dass sein Fahrrad möglichst leicht ist, der wechselt besser nicht zum Material Leder. Wer aber darüber nachdenkt auf Leder umzusteigen, der sollte sich die Sättel von Brooks einmal genauer ansehen. Brooks ist ein Vorreiter im Bereich Sättel. Leder ist ein Naturprodukt, d.h. es muss gepflegt werden. Der Sattel braucht regelmäßig eine entsprechende Lederpflege. Angesichts der Preise für einen guten Ledersattel ist dies jedoch selbstverständlich.

Welchen Sattel fahrt ihr?

Jetzt seid ihr gefragt! Welchen Sattel fahrt ihr und was ist das Tolle an eurem Sattel? Schreibt es einfach in die Kommentare, ich freue mich darauf. Gerne könnt ihr mir auch einen Kommentar schreiben, wenn Ihr von einem bestimmten Modell überzeugt seid und dieses nicht selber fahrt.

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2 Kommentare

  1. Ich habe in den letzten 10 Jahren 3 neue Fahrräder gekauft.

    Meine Ledersattel (Lepper Primus) habe ich jedoch immer behalten. Für mich gibt es nichts besseres als einen Ledersattel.

  2. Brooks B17, Flyer, ISM Adamo

    Ein Ledersattel, egal ob von Brooks, Gyes oder Gilles Berthoud kann durchaus einmal nass werden. Beispiel: Ich komme von einer 100km Dauerregen-Tourenfahrt und mein Sattel ist total durchnässt. Macht nichts, denn wenn ich das Rad abends abstelle, dann ist der Sattel am nächsten Morgen wieder trocken. „Fetten“ tue ich meine Ledersättel 1x im Jahr. Vollkommen ausreichend und mehr ist kontraproduktiv. Ein Ledersattel muss auch eingefahren werden. Daraufsetzen und wohl fühlen ist bei den wenigsten Menschen der Fall. Das Leder muss „einbrechen“, sich der Anatomie des Fahrers/Fahrerin anpassen. Das kann, je nach Gewicht der Person schon viele hundert km dauern. Aber danach verwöhnt so ein Ledersattel auch mit einem unvergleichlichen Komfort.
    Solche Ledersättel findet man, aufgrund der benötigten Einfahrzeit, meist bei Vielfahrern. Nicht ohne Grund. Und zu den SQLab Sätteln kann man sagen: Sie passen nicht schlechter oder besser als andere Firmen, die Sättel in ihrem Namen fertigen lassen. SQLab baut selbst keine Sättel. Die haben die Idee und lassen bauen. Der Rest ist Marketing. Ich jedenfalls hatte nach einer 70km Tour auf dem 611er SQLab innen Blut auf dem Polster meiner Radhose in Höhe meiner Sitzknochen.
    Am besten funktionierten bei meinen Tourenrädern die Brooks-Sättel (Gyes oder Giles Berthroud würden sicherlich ebenso funktionieren) und bei meinen sportlichen Rädern fahre ich die ISM Adamo-Sättel.
    Übrigens sehr wichtig ist auch die richtige Sattelstütze. Sattelstützen, die eine Rasterung an der Sattelaufnahme haben, sind oftmals vollkommen ungeeignet. Das Einstellen der richtigen Sattelneigung ist essentiell für ein unbeschwerte Fahrfreude. Die lässt sich aber nur mit Sattelstützen realisieren, die über eine 2-Schrauben-Sattelaufnahme verfügen. So kann man die Sattelneigung auf den Zehntel Grad genau einstellen. Mit zunehmender KM-Strecke wird man den Unterschied merken. Wenn ich bei mir die Schraube vorne an der Sattelbefestigung eine halbe Umdrehung löse und hinten eine halbe Umdrehung anziehe, kann ich die Verstellung des Sattels mit dem Auge nicht sehen. Aber nach spätestens 50km merke ich diese Verstellung, weil plötzlich irgendwas drückt.

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